

Mit der Sanierung der Forumskirche St. Peter in Oldenburg wurde ein markanter Sakralraum neu interpretiert – als Ort, der historische Substanz, liturgische Funktion und urbane Offenheit architektonisch verbindet.
Wir haben das ursprüngliche Konzept der Wegekirche aufgegriffen und es in eine zeitgemäße Architektursprache übersetzt.
Zwei großformatige Glastüren öffnen das Portal zur Stadt und schaffen eine visuelle Durchlässigkeit, die den neuen Steinaltar bereits von außen erlebbar macht. Die Kirche wird so Teil des öffentlichen Raums – ein fließender Übergang zwischen Innen und Außen.
Zentrales Gestaltungselement ist das Licht: Ein neues, szenografisch aufgebautes Lichtkonzept betont die Raumachsen, unterstützt die Liturgie und inszeniert das architektonische Gefüge zu unterschiedlichen Tages- und Veranstaltungszeiten.
Im Inneren prägen Materialehrlichkeit und Flexibilität das neue Raumgefühl. Der reaktivierte Mittelgang führt den Blick auf den Altar; statt langer, starrer Bänke sorgen mobile Stühle und Kniebänke für Wandelbarkeit.
Das Holz der alten Bänke wurde ressourcenschonend weiterverwendet – etwa in Sakristeimöbeln, dem Beichtraum und den Rampen.
Ein heller Bodenbelag, integrierte Heiztechnik und moderne Medientechnik ergänzen die räumliche Klarheit. Maler- und Restaurierungsarbeiten heben die historische Wandgestaltung hervor, ohne den Gesamtcharakter zu überformen.
Die erneuerte Forumskirche versteht sich als architektonischer Resonanzraum zwischen Spiritualität und Kultur. Sie zeigt, wie Sakralarchitektur heute Offenheit, Nachhaltigkeit und Identität miteinander verweben kann – als Lichtkörper und Begegnungsort mitten in der Stadt.
Nachhaltig – Miteinander - Gestalten



